Was bisher geschah...

St. Salvator Gemeindeleben 2020


 

Cappella Splendor Solis goes St. Salvator

 

"Florete Flores, quasi Lilium"

 

Capella Splendor Solis spielt und singt am 24. Oktober 2021 um 19 Uhr in St. Salvator auf und lässt die Kirche in der Wipplinger Straße 6 in 1010 Wien erklingen.

 

„Was war privat um 1600? Und wie stand es mit den zahlreich überlieferten nicht liturgisch gebundenen Andachtsmusiken in den Häusern von Fürsten und Kardinälen.
Musik lieferte nicht nur Stimmung bei den großen offiziellen Anlässen, gerade bei den internen Präsentationen fürstlicher Haushalte spielte das religiöse Leben mit Musik eine ebenso wichtige Rolle. Die Charaktere von Menschen sind höchst unterschiedlich und spiegeln sich in persönlichen Vorlieben wider.
Die Komponisten um 1600 reagierten erstaunlich flexibel darauf: von tief meditativen Stücken bis zu pompöser Prachtentfaltung en miniature.“ - Cappella Splendor Solis

 

Bei der Veranstaltung wird die vorgegebene 2,5G Regel und Gästeregistrierung eingehalten (weitere Infos zu den aktuellen Corona-Regeln hier)

 

 

 


Save the date: Gemeindeversammlung

Die nächste Gemeindeversammlung findet am 12. September 2021 in St. Salvator statt. Das Programm steht, wir freuen uns auf euch!

 

 

 

 


Anmeldung für den Religionsunterricht im neuen Schuljahr

-> alle Infos zur Anmeldung für den Religionsunterricht im Schuljahr 2021/22 hier online.

 


Bischofspredigt zum Christfest 2020

 

 

© Pixabay/Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

 

Und auf Erden ist Frieden bei den Menschen seiner Gnade.“
– so heißt es im Evangelium der Heiligen Nacht.

 

Liebe Festgemeinde!

© Pixabay/Bild von M W auf PixabayDas Leben ist schwer genug, unmöglich, heute alles auszuloten, was an Schwerem von Ihnen, liebe Mitchrist*innen, getragen wird. Das Jahr 2020 hat uns allen Lasten auferlegt, an denen wir zu tragen haben. Die weltweite Pandemie hat verstärkt, was sensiblen Zeitgenoss*innen schon vorher klar war: Die Krise ist zum Normalzustand geworden, wir können uns nicht davor drücken und stehen vor Entscheidungen, deren Tragweite erst nach vielen Jahren zu erkennen sein wird.

 

Doch das Leben kann auch schön sein, ja, so schön, dass es fast wehtut und schmerzt. Frauen, die ein Kind zur Welt gebracht haben, können ein Lied davon singen, vom Schönen und vom Schweren. Manchmal hören wir, wie der Volksmund sagt „die Engel singen“; und damit sind jene Situationen gemeint, in denen wir es kaum aushalten, was uns zugemutet wird. Stumm werden wir, wenn wir überwältigt werden in glücklichen Momenten und ebenso verstummen wir im Angesicht des Unerträglichen. Schreien vor Schmerz und Stöhnen vor Glück, all das ist menschlich, allzu menschlich, es hat seinen Platz in dieser Heiligen Nacht und dem Morgen danach.

 

Und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit.“
– ein Kernsatz der Liturgie der Feier von Christi Geburt im Prolog des Johannes.

 

Maria und Josef, das Kind in der Krippe: Sie haben sich alle drei das Leben nicht leicht gemacht. Maria, die Ja sagt zu Gott, Ja zu einem Kind, ein Ja ohne Sicherheit, ein Ja, das sich bewähren muss in jener Zeit, in der ihr eigener Sohn ihr zum Rätsel wird. Josef, der sich zu Maria bekennt und es erträgt, verlacht und verspottet zu werden. Und Jesus, der seinen Lebensweg kompromisslos und tapfer zu Ende geht, selbst dann, als er unverstanden und gedemütigt, gepeinigt und verspottet, am Kreuz sein Leben aushaucht.

 

Kampf und Besinnlichkeit, sich anstrengen, die Widersprüchlichkeiten des Lebens zu ertragen und dann, am Ende eines Tages, zum Frieden mit sich selbst und den anderen kommen, dies versuchen wir immer neu in unserem Leben.“

 

Die Krippe ist, auch wenn sie dies suggeriert, keine Idylle. Und Gottes Wort, das Fleisch wird und Gestalt annimmt in Jesus von Nazareth: Eine Herausforderung und Zumutung, der widersprochen wird. Kampf und Besinnlichkeit, sich anstrengen, die Widersprüchlichkeiten des Lebens zu ertragen und dann, am Ende eines Tages, zum Frieden mit sich selbst und den anderen kommen, dies versuchen wir immer neu in unserem Leben. Am Ende eines Tages dankbar zu beten: „Meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor den Völkern bereitet hast: Ein Licht, das die Heiden erleuchtet und Herrlichkeit für dein Volk Israel“, das muss immer wieder neu bedacht und ehrlich errungen werden. Denn auch das, was wohl überlegt begonnen wurde, läuft nicht immer nach unserem Plan. Wir müssen es an jedem Abend neu prüfen und in Gottes Hände legen – in Dankbarkeit für die Sonne, die über Böse und Gute aufgeht.

 

© Weihnachtspredigt Dr. Heinz Lederleitner – Bischof der AKÖDas Vorhaben, sich durch eine durchdachte Lebensplanung und solides Wissen das Leben leicht zu machen, ist verständlich. Das ist es auch, was Eltern ihren Kindern aus gutem Grund empfehlen. Und zugleich kommt mit festen Grundsätzen wie Gerechtigkeit, Achtung vor dem anderen und Toleranz eine gewisse Schwere ins Leben. Nicht immer lassen sich diese Werte einfach verwirklichen, unmöglich ist dies unter der Herrschaft einer Diktatur. So wird dann die Alternative zwischen Lebenslüge und Aufrichtigkeit unausweichlich. Sich diesem Konflikt nicht zu stellen und in leichtfertigen Liebeleien Trost zu suchen wird dann zu einer unerträglichen Leichtigkeit des Seins. So schildert es Milan Kundera in seinem gleichnamigen Roman. Am Ende erzählt Kundera jedoch vom Ja zur wohlüberlegten Einstellung und den damit verbundenen Werten. Dies hat Folgen die den jungen Arzt Thomas in die Verbannung führen – weg von der Karriere in Prag und in der Schweiz. Seine Rückkehr in die Tschechoslowakei nach der Niederschlagung des Prager Frühlings hat Konsequenzen: Als Landarbeiter muss er nun sein Leben fristen. Er lernt Ja sagen zu einer verbindlichen Partnerschaft mit der Frau, die er innig liebt. Mit dem Verlust der Leichtigkeit wächst auch seine Liebe zum Schweren und zur Erde, ein Ja zum Schmerz und zur Fröhlichkeit der einfachen Menschen, die nie etwas anderes gekannt haben als Mühsal und Plage. Dieses Ende kann traurig sein und doch zugleich eine Lösung vielleicht sogar „Erlösung“ – und zugleich sinnlos scheinen für diejenigen, die den äußeren und finanziellen Erfolg zum Maßstab ihres Lebens machen.

 

Mit dem Glauben an Gott sagen wir ein Ja“

 

Mit dem Glauben an Gott sagen wir ein Ja – ein Ja zur Welt, so wie sie ist, ein Ja zu diesem Planeten mit seinen Pandemien, Erdbeben, Vulkanen und Tsunamis. Wir sagen ein Ja zu unseren Mitmenschen, mit ihren Schwächen und ihrer Unberechenbarkeit. Und wir sagen Ja zu uns selbst, ohne zu wissen, was morgen auf uns zukommt und ob wir mit all dem zu Recht kommen, was uns erwartet. Wir sagen Ja zu einer komplexen Realität, ohne in jedem Moment sicher zu sein, was das wirklich Richtige ist. Zugleich bleiben wir dennoch auf der Suche nach dem, was echt, authentisch und wahrhaftig ist. Daher sagen wir aus dieser Haltung des suchenden Glaubens heraus ein „Nein“ zu allem Diktat von oben und außen. Es darf vermutet werden, dass ein solches Diktat heute durch das kapitalistische System und einen ihm eigenen Fundamentalismus ausgeübt wird, in dem der Markt und seine Mechanismen zum neuen Götzen geworden sind. Sprechen wir es aus: Die Ausbeutung der Erde auf Kosten kommender Generationen ist für uns Christ*innen ein Zeichen der Gottferne, ein Ausdruck der Sünde, ein Zeichen dafür, wie se wi gefangen sind in dem was wi fü das „No male“ alten. Umke kann nur mit Gottes Beistand gelingen, ihn gilt es herbei zu beten, ja, mehr noch, zu erflehen.

 

Im Dunkel der Nacht finden wir den Weg zur Krippe, zur Schwere der Geburt und zur Erleichterung und Freude über ein gesundes Menschenkind. Der Stern weist den Weg und die Hirten finden ihr Ziel.“

 

H© Pixabay/Bild von Gerd Altmann auf Pixabayeuer, am Christfest 2020, erleben wird all dies im Anblick der Krippe und im Hören auf Gott und sein fleischgewordenes Wort. Im Dunkel der Nacht finden wir den Weg zur Krippe, zur Schwere der Geburt und zur Erleichterung und Freude über ein gesundes Menschenkind. Der Stern weist den Weg und die Hirten finden ihr Ziel. Sie haben „Ja“ gesagt zum Ungewissen und „Nein“ zur eigenen Trägheit, sie haben sich aufgemacht, sie, die Erdverbundenen und wenig Geachteten. Der, den sie gefunden haben, wird mit beiden Beinen auf der Erde stehen und erdverbundene Geschichten über das Reich Gottes erzählen: Von Äckern und Weinbergen, von Schätzen und Perlen, von Gutsverwaltern und Königen. Die Einfachen wird er selig preisen und sich den Zorn der Etablierten zuziehen. Konsequent wird er seinen Weg gehen, ein tapferer junger Mann, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Gott wird er als seinen Vater erkennen und uns ein Leben empfehlen, in dem Sorglosigkeit und Vertrauen die Hauptrolle spielen. Am Ende seines Lebens wird es wieder Nacht werden, doch der Vorhang zwischen Tempel und Welt, zwischen Himmel und Erde wird zerrissen sein. Nun ist die Menschheit nicht mehr gefangen wie ein Vogel im Netz – nein: Das Netz ist zerrissen und wir sind frei.

 

Nun ist die Menschheit nicht mehr gefangen wie ein Vogel im Netz – nein: Das Netz ist zerrissen und wir sind frei.“

 

Liebe Mitchrist*innen, als Mensch erschienen ist Gott, nicht mehr länger brauchen wir ihn suchen, er lässt sich finden, hier und überall: Der*die Andere, der*die Asylwerber*in, der*die Bettler*in, der*die Fremde, der*die Ruhelose, der*die Gehetzte und Verhetzte, sogar der*die Feind*die - und natürlich auch der*die Vertraute, der geliebte Mensch in unserer Umgebung: In ihnen spiegelt sich Gott, und in der Art, wie wir ihnen begegnen, begegnen wir Gott. Jenseits von aller Romantik und uns gegeben als Auftrag, stehen die großen Worte und Werte von Gerechtigkeit und Liebe. Selbst dann, wenn wir selber ungerecht behandelt werden und uns unverstanden fühlen. Denn auch dann streckt uns das Jesuskind seine Hände und Füße entgegen: Die Hände, uns zu segnen und zu vergeben, und die Füße, damit wir sie halten und wärmen.

 

Lassen wir uns von dem anziehen, was das Christfest verspricht. Die Ankunft Gottes mitten in unserer mühseligen Alltagsrealität.“

 

Lassen wir uns von dem anziehen, was das Christfest verspricht. Die Ankunft Gottes mitten in unserer mühseligen Alltagsrealität. Denn, wie schon gesagt, die Krippe ist keine Idylle, sondern eine Zumutung. Dass über ihr der Stern Gottes leuchtet und den Hirten von Engeln eine frohe Botschaft verkündet wird, vermögen wir nur mit den Augen des Glaubens zu sehen und mit den Ohren der Liebe zu hören. Solche offenen Augen und Ohren wünsche ich uns. Dann riechen wir ihn auch, den Duft der Hoffnung. Und verbreiten ihn dort, wo wir leben.

 

Dr. Heinz Lederleitner
- Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs

 

© Pixabay/Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

 


 

„Aller guten Dinge sind ... 4!"

 

© Pixabay/Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Das St. Salvator-Team wünscht einen schönen, besinnlichen vierten Adventsonntag,

frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage!

 


Gaudete - „Freuet euch!"

 

„Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!“

(Phil 4,4-5)

 

 

© Pixabay/Bild von DarkmoonArt_de auf Pixabay

 

Das St. Salvator-Team wünscht einen schönen, besinnlichen dritten Adventsonntag.

 

„Denn der Herr ist nahe“

(Phil 4,5)

 


Der Nikolo war da!

 © Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Michaela Summer© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Michaela Summer

© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Michaela Summer© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Michaela Summer

 

 

 


Die Türen sind wieder geöffnet

Die Freude ist groß: Öffentliche Gottesdienste sind ab 7. Dezember 2020 wieder möglich. Diese gute News bringen die Lockerungen und die aktuelle Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Feier öffentlicher Gottesdienste mit sich.

 

„Mit dieser Rahmenordnung möchten die Bischöfe Österreichs gewährleisten, dass auch unter den gegebenen Bedingungen der Pandemie Gottesdienste ohne Gefährdung und in Würde gefeiert werden können. Zu den Voraussetzungen dafür gehören insbesondere Eigenverantwortung und Rücksichtnahme.“ - Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Feier öffentlicher Gottesdienste

 

© Pixabay/Bild von Hans Braxmeier auf PixabayDarüber informiert Bischof Heinz Lederleitner in einem Schreiben. Konkret:

 

Darüber hinaus mögen die Kirchengemeinden weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus setzen (z.B. Einsatz von Online-Angeboten, kürzere Dauer von Gottesdiensten, Absperrung jeder zweiten Kirchenbank).

 

„Unser fürbittendes Gebet möge in der Adventzeit besonders die Bitte um Gesundheit, die Genesung der Kranken und alle Menschen einschließen, die sich beruflich und familiär in den Dienst der Kranken, der Pflegebedürftigen und der Sterbenden stellen.“
- Dr. Heinz Lederleitner, Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs

 

Zu den allgemeinen Regeln zählt u.a. auch ein vorgeschriebener „Abstand zu anderen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, von mindestens 1,5 Metern“, wie der Rahmenordnung zu entnehmen ist, ein solcher Abstand ist auch beim Kommuniongang einzuhalten.
„Zusätzliche Konkretisierungen für Weihnachten auf Basis dieser Rahmenordnung werden noch verlautbart.“

Quellen: Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz zur Feier öffentlicher Gottesdienste/Schreiben Dr. Heinz Lederleitner

 


„Advent, Advent, die zweite Kerze brennt...“

 

© Pixabay/Bild von Myriams Fotos auf Pixabay

 

Das St. Salvator-Team wünscht einen schönen, besinnlichen zweiten Adventsonntag!

 


„Wir sagen euch an den lieben Advent. Sehet die erste Kerze brennt…“

 

© Pixabay/Bild von Innviertlerin auf Pixabay

 

Das St. Salvator-Team wünscht einen schönen, besinnlichen ersten Adventsonntag!

 


 

Gruß des Bischofs zum Advent 2020

Ein ereignisreiches Jahr geht für uns alle zu Ende. Das beherrschende Thema war die Pandemie, in letzter Zeit auch der Terroranschlag in Wien. Krisenhafte Entwicklungen, natürlich auch was den Klimawandel betrifft. Die Krise ist zum Dauerzustand geworden.


Für unsere Kirchengemeinden eine schwere Zeit, nicht nur was die Finanzen betrifft. Seelsorge und Gemeinschaft via Internet ist immer nur eine halbe Sache. Persönliche Begegnungen können durch nichts anderes ersetzt werden. Vieles ist im Umbruch: Nicht immer ist es gelungen, die verschiedensten Sichtweisen bei den anstehenden Veränderungen zusammen zu führen. Da bleibt manches an Frust, manchmal auch an Müdigkeit und die Versuchung der Resignation. Vielleicht da und dort auch die Suche nach Sündenböcken. All das ist menschlich, allzu menschlich.


Advent ist die Zeit der Wachsamkeit und des Blickes nach vorn: Wagen wir es: Etwas auf die Beine stellen, „wo zwei oder drei In Jesu Namen beisammen sind“. So hat Kirche angefangen. Und weil sie immer neu anfangen muss, um nicht an ein selbstverschuldetes Ende zu kommen, muss sie auch heute so anfangen.


Advent ist die Zeit, sich zu fragen, was uns im Innersten zusammenhält.


Kirche ist Gemeinschaft auf einem geistlichen Weg. Das heißt: Wir sind nicht aus eigener Kraft eine Kirche, sondern leben aus der Kraft des Geistes Gottes. So ist auch „unsere Kirche“ nicht unsere Kirche in dem Sinn, dass sie „uns“ gehören würde. Wir sind also, wie es das Evangelium sagt „unnütze Knechte“ und natürlich auch „unnütze Mägde“. Selbst wenn alles an bester Organisation nach menschlichem Ermessen getan wäre, bleibt noch „dem Herrn zu dienen“. Das meine ich, wenn ich, auch als Bischof, sage: „Diese Kirche ist nicht meine Kirche.“ Sie gehört nicht mir, nicht der Synode, nicht dem Synodalrat, nicht den Geistlichen, nicht den Laien, und natürlich, wir Altkatholik*innen betonen es, auch nicht „dem Papst“. Sie ist von ihrem Wesen her „die dem Herrn Zugehörige“. Wenn uns dies bewusst bleibt, dann leben wir in der Haltung, dass nicht unsere eigene konfessionelle Identität, sondern die Einheit der Christen die prioritäre Vision bleiben muss, die uns beseelt. Denn nur „der einen Kirche“ ist versprochen, dass „die Pforten der Hölle sie nicht überwinden“.


Wir sind als Altkatholik*innen allergisch gegen „fromme Sprüche“. Wir wissen nur allzu gut, wie sehr wir hinter dem zurückbleiben, was dem Ideal entspricht, das ich skizziert habe. Doch, so denke ich, lassen wir uns von dem anziehen, was der Advent verspricht. Die Ankunft Gottes mitten in unserer mühseligen Alltagsrealität. Denn die Krippe ist keine Idylle, sondern eine Zumutung. Dass über ihr der Stern Gottes leuchtet und den Hirten von Engeln eine frohe Botschaft verkündet wird, vermögen wir nur mit den Augen des Glaubens zu sehen und mit den Ohren der Liebe zu hören. Solche offenen Augen und Ohren wünsche ich uns. Dann riechen wir ihn vielleicht auch, den Duft der Hoffnung.


Von Herzen einen gesegneten Advent und frohe Weihnachten!


In Verbundenheit

 

Heinz Lederleitner

Bischof Dr. Heinz Lederleitner
Altkatholische Kirche Österreichs

  


Lockdown 2.0

Der erneute Lockdown betrifft leider auch die Gottesdienste, nicht aber persönliche Gebete.

 

„Öffentliche Gottesdienste werden ausgesetzt, jedoch stehen die Gotteshäuser beispielsweise für persönliche Gebete weiterhin offen.
Diese Regelung gilt ab Dienstag, 0 Uhr bis vorerst 6. Dezember 2020.“
- Dr. Heinz Lederleitner, Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs
Quelle: https://www.facebook.com/AltkatholischeKircheOesterreichs / https://www.facebook.com/heinz.lederleitner (Stand: 17.11.2020)

 

Quelle: https://www.facebook.com/AltkatholischeKircheOesterreichs / https://www.facebook.com/heinz.lederleitner (Stand: 17.11.2020)

 

 

„Kirche ist mehr als Gottesdienstgemeinschaft, vergessen wir das nicht! Immer - auch im Lockdown - bleibt uns die geistliche Gemeinschaft und die verantwortbare menschliche und seelsorgliche Nähe!“
- Dr. Heinz Lederleitner, Bischof der Altkatholischen Kirche Österreichs
Quelle: https://www.facebook.com/heinz.lederleitner (Stand: 16.11.2020)

 

 

Natürlich freuen wir uns schon jetzt auf das Wiedersehen. Bis dahin: Bleiben Sie/Bleibt gesund!

 


 

Danke sagen

Der Tisch feierlich gedeckt und alles bereit: Zum Erntedank-Gottesdienst am 4. Oktober präsentierte sich St. Salvator dank fleißiger Hände in seiner schönsten Pracht. Bischof i.R. Bernhard Heitz hat dieses Jahr den liebgewonnenen Gottesdienst zu diesem besonderen Tag mit rund 30 Gläubigen gefeiert. Die Corona-bedingten Vorschriften, denen natürlich alle gerecht geworden sind, taten der großen Freude keinen Abbruch. 

 

 

 

Mit vielen berührenden Texten, Fürbitten und Liedern wurde ein stimmungsvoller und harmonischer Gottesdienst zelebriert. Zu Beginn und als würdiger Auftakt erfolgte die Segnung der Gaben am herbstlich-farbenfroh geschmückten Erntedank-Altar. Rundum gelungen war der Familiengottesdienst für Klein und Groß, dazu gesellten sich drei Jahresgedenken zum Sonntagsgottesdienst mit dem Schwerpunkt DANKE sagen für alles, was wir oft ohne viele Gedanken ernten, kaufen und essen...
Abschließend erhielten noch alle einen geweihten Apfel und für die Kinder gab es zusätzlich etwas Süßes – eine genussvolle Überraschung! Das verbliebene Obst und Gemüse wurde dann am Mittwoch darauf an die Suppentopfbesucher verteilt.

 

 


„Ein neuer Schritt“

Sag beim Abschied leise servus – der bekannte Liedtitel umschreibt wohl am besten jenen speziellen Gottesdienst, der am 27. September 2020 in St. Salvator mit über 40 Gläubigen gefeiert wurde. „Abschiedsgottesdienst klingt immer so dramatisch“, schmunzelte Pfarrer Robert Freihsl, der nach über 30 Jahren als Geistlicher der Altkatholischen Kirche Österreichs und vielen Jahren als Pfarrer in Wien sowie zwischenzeitlich in Krems-St. Pölten in seine ganz eigene Zukunft aufbricht.

© Sylvia Pilar© Sylvia Pilar

 

„Es ist ein neuer Schritt – für die Gemeinde und für mich“, so Freihsl mit seinem bekannten Optimismus und Humor, mit dem er das Gemeinde- und Kirchenleben seit jeher geprägt hat und als ebenso profunder pastoraler Kenner wie stets fröhlicher Könner in Erinnerung bleiben wird. Mit einem Lächeln blickte er in seiner Predigt sodann auch auf seine Anfänge zurück – vom ersten Gottesdienst, den er fast verschlafen hätte, über das Einleben und viele Höhen – und erinnerte mit gleichzeitigem Blick auf Vergangenheit und Zukunft daran, dass Entwicklungen immer ein Prozess seien, zu dem alle – Gläubige, Gemeinde, Pfarrer*in – beitragen.

 

© Sylvia Pilar© Sylvia Pilar


Das pastorale Oberhaupt einer Gemeinde sei freilich zugleich auch immer ein bisschen „Stachel im Fleisch“, das auch und gerade nicht immer den bequemsten Weg nehmend Prozesse anzuregen und einzuleiten vermag, die sonst vielleicht nicht denkbar wären. Skizzierte er Pfarrer*innen damit ein Stück weit als als Visionäre, Motoren, Initiatoren, sei vor allem Hin- und Zuhören wichtig und der Schlüssel, um gemeinsam nicht nur einen guten Weg einzuschlagen, sondern auch zu gehen.

 

© Sylvia Pilar© Sylvia Pilar

 

Genau dies ist Robert Freihsl in seiner langjährigen Tätigkeit gelungen, Passion und Profession gingen Hand in Hand. Und die Zukunft? Dafür wünscht er „seiner“ Gemeinde alles Gute , auch wenn er ihr nicht gänzlich den Rücken kehren wird. „Ich habe in den 30 Jahren in St. Salvator alle großen Feste gefeiert“, so der scheidende Pfarrer, der in den heiligen Hallen der ehrwürdigen Kirche unter anderem geheiratet und die Weihe empfangen hat. Weitere werden sich zukünftig hinzugesellen, verspricht Freihsl, dem zum offiziellen Abschied stellvertretend für den Vorstand der Gemeinde dessen Vorsitzender Brigitte Loidolt einen riesigen Geschenkkorb, begleitet von Dank, überreichte. Auch der ehemalige Vorstandsvorsitzende Franz Hoch ließ es sich nicht nehmen, Robert Freihsl mit lobenden Worten für den jahrzehntelangen gemeinsamen Weg zu bedanken, ebenso wie Bischof i.R. Bernhard Heitz, der neben Lob und Dank für den scheidenden Pfarrer sowie Bewunderung für dessen ungebrochenen Optimismus zudem ein Buch als Geschenk im Gepäck hatte.

 

© Sylvia Pilar© Sylvia Pilar© Sylvia Pilar

 

So war es vom Ein- bis zum Auszug, bei dem die mitfeiernden Gläubigen, Wegbegleiter und Freunde noch bei Corona-konformem Abstand mit Pfarrer Freihsl persönliche Worte wechselten, ein feierlicher, von einem lachenden und einem weinenden Auge begleiteter Gottesdienst – zum Abschied und Aufbruch in eine neue Zukunft für Robert Freihsl und die Kirchengemeinde St. Salvator, ganz gemäß dem Motto, dass jedem Ende immer auch ein Anfang innewohnt.

 

"Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt." (Mt 28)

 


Mit Gustl ins neue Schuljahr

Unser fröhlicher Kirchen-Mäuserich startete mit den Kids & Teens aus St. Salvator noch vor dem eigentlichen Anpfiff zum neuen Schuljahr so richtig durch - mehr dazu hier.

 

© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Karin Pindt

 


Halleluja!

Impressionen des gut besuchten Gottesdienstes in St. Salvator am 23. August 2020.

© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Markus Veinfurter© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Markus Veinfurter

 

© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Markus Veinfurter© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator/Markus Veinfurter

 


Es lebe die Petrischale: Pfingsten in St. Salvator

Feierlich und fröhlich wurde Pfingsten am 30. Mai 2020 in der St. Salvator-Kirche begangen. Gut gefüllt und gemäß den noch immer geltenden Bestimmungen schön verteilt feierten Pfarrer Robert Freihsl und Priester Markus Stany zwei Geistliche und acht Laien, begleitet von den musikalischen Glanzleistungen unserer Organistin, in den wieder belebten Räumen eines der großen Feste.

 

Eine sehr angenehme Atmosphäre prägte den diesjährigen Pfingstsonntag in St. Salvator: Entspannt und rücksichtsvoll, aber nicht zaghaft, vor allem aber lustig war die Stimmung, alle haben beschwingt mitgemacht und leidenschaftlich, teilweise auch richtig, gesungen.
Frische Blumen zauberten den Spätfrühling auf den Altar und bildeten den farbenfrohen Rahmen in der zu neuem Leben erwachten Kirche, in der Pfarrer Robert Freihsl in einer erneut sehr gelungenen Predigt Kirche und Pfingsten mit einer Petrischale verglich, einer aus Biologie, Medizin und Chemie bekannten, flachen, runden, durchsichtigen Schale mit übergreifendem Deckel.

 

 

Freilich: Zum traditionsreiche wie beliebte Kirchencafé im Gemeindeheim „danach“ kann zwar immer noch nicht geladen werden, Markus sorgte am Pfingstsonntag allerdings für eine ebenso würdige wie genussvolle Alternative. Als Ersatz für die Agape hatte er Selbstgebackenes mitgebracht: Stückgebäck, sicher verteilt und verpackt. Applaus gab es vor der Verkostung – und der war auch danach mehr als wohlverdient.

 

To be continued

Von der Gemeinschaft bis zur Musik, vom Gottesdienst bis zum kulinarischen Highlight danach: Pfingsten 2020 war eine wirklich gelungene Feier in St. Salvator. Und jetzt? Nach dem Fest ist vor dem Fest und so freuen wir uns bereits auf die kommenden Gottesdienste am 14. Juni, 28. Juni, 12. Juli, 26. Juli, 9. August und 23. August 2020 – und laden dazu alle ganz herzlich ein.

Bis bald in St. Salvator!

 


Es wird wieder gefeiert!

Die St. Salvator-Kirche ist aus dem Corona-bedingten Schlaf erwacht. Gebet und Musik erfüllen seit kurzem wieder die heiligen Hallen.
Die Osterkerze ist – wenn auch in kleinem Kreise – in der Kirche eingezogen und gesegnet. Der Gottesdienst am 15. Mai 2020 bildete den Auftakt des Re-Starts in St. Salvator.

 

Die Osterkerze ist in St. Salvator eingezogen. © Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator

 

Pfarrer Robert Freihsl feierte – entsprechend der aktuellen gesetzlichen Vorgaben mit Visier ausgestattet – gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen und stets unter Einhaltung aller Sicherheitsabstände und -regelungen. Und es war ein kleines, feines Fest.

 

© Altkatholische Kirchengemeinde St. Salvator

 

Damit hat das Warten endgültig ein Ende und auch wenn so manche Neuerung gewöhnungsbedürftig sein mag: Die Freude über die nun wieder regelmäßig „offline“ stattfindenden Gottesdienste ist groß und die Kirchentüren stehen zudem zu den aktuellen Kirchenöffnungszeiten offen.

In diesem Sinne: Willkommen zurück, willkommen in St. Salvator.

 


 

Sound on: Altkatholisches Leben - auf youtube!

Wir sind auf YOUTUBE! Auf dem neuen Youtube-Kanal "Altkatholisches Leben" finden sich aktuelle Andachten und Gedanken!