Robert PorträtPfarrer Robert Freihsl

Ich wurde am 21. Juni 1961 als Sohn von Hans und Helga Freihsl geboren, wurde in St. Salvator getauft und wuchs gemeinsam mit meinem Bruder Roman in Wien auf. Nach dem Besuch der Rudolf-Steiner Schule in Wien-Mauer absolvierte ich 1981 die Externisten-Matura und studierte anfangs Geschichte und Politikwissenschaft. Gleichzeitig begann ich auf Anregung von Bischof Nikolaus Hummel in der Kirche als Religionslehrer und als Lektor mitzuarbeiten.

Der Kontakt mit Menschen hat mich fasziniert, und daher habe ich mit dem Studium der evangelischen Theologie begonnen. Auf der evangelischen Fakultät habe ich auch meine spätere Frau Christine kennen gelernt. Am 12. Juni 1986 haben wir geheiratet. Nach Ablegung der innerkirchlichen Prüfungen wurde ich 1987 zum Priester geweiht. Im gleichen Jahr wurde unsere älteste Tochter Ruth geboren. Ihr folgten 1993 die zweite Tochter Lea und 1996 der Sohn Hans.

Meine Vikariatszeit absolvierte ich in den Kirchengemeinden Wien-West und Wien-Innen/St. Salvator. Schließlich wurde ich in St. Salvator zum Pfarrer gewählt. Neben meiner Tätigkeit in dieser Gemeinde habe ich auch lange in der Redaktion der Kirchenzeitung mitgearbeitet und wurde zweimal in den Synodalrat gewählt. Auch in der Jugendarbeit war ich tätig und vertrat unsere Kirche im Vorstand der Bibelgesellschaft. Zurzeit bin ich Ansprechperson für die Willibrord-Gesellschaft, die die Kontakte zur anglikanischen Kirchenfamilie pflegt.

2006 entschloss ich mich, die Seelsorge in der Kirchengemeinde Krems-St. Pölten zu übernehmen, um die Arbeit in einer „Bundesländer-Gemeinde“ kennen zu lernen. Sowohl in Wien als auch in Niederösterreich bin ich Altkatholikinnen und Altkatholiken begegnet, die mich sehr beeindruckt haben und die mir ans Herz gewachsen sind. Seit Sommer 2014 bin ich wieder in St. Salvator tätig.

In unserer Kirche habe ich ein undogmatisches und humanistisch geprägtes Christentum kennen gelernt, das auch immer offen war für die Erkenntnisse der theologischen und historischen Forschung. Dazu habe ich immer wieder erlebt, dass bei den demokratischen Strukturen unserer Kirche die Entscheidungsfindung zwar manchmal mühselig ist, aber meist zu Ergebnissen führt, die „sehr nah am Leben“ sind und schließlich von allen mitgetragen werden. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass eine aufgeklärte und menschenfreundliche Kirche wie die unsere eine gute Zukunft hat.